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karte Naturschutz zum Anfassen: in der Naturschutz-Datenbank des BUND

Steinbruch Salder

Im März 2006 übergab die Stiftung Naturlandschaft ein großes Kalksteinbruchgelände in Salzgitter Salder der BUND-Kreisgruppe Salzgitter zur weiteren Betreuung und Biotopentwicklung. Die Stiftung hatte das etwa 23 Hektar große Gelände 2005 von der FELSWERKE AG Goslar mit maßgeblicher Unterstützung durch BINGOLotto und die Deutsche Umwelthilfe erworben.

Stiftungspräsident Karl-Friedrich Weber (rechts) und Untersuchungsleiter Stefan Röber (mitte) von FEMO übergeben symbolisch einen Schlüssel an Thomas Ohlendorf (links) von der KG Salzgitter.

Durch die Eigentümerschaft der Stiftung Naturlandschaft und die Übernahme durch den BUND Salzgitter konnte das Gelände für Naturschutzzwecke gesichert werden. Gleichzeitig ist unter definierten Voraussetzungen eine Möglichkeit des Naturerlebens für die Bevölkerung vorgesehen.

Dies soll nur in organisierter und ggf. gelenkter Form geschehen. Schwerpunkte bilden dabei der geologische Aufschluss der Oberkreide, die Vielfalt der Biotopstrukturen und ihrer entsprechend artenreichen Tier- und Pflanzenwelt sowie die allgemeine Landschaftsgeschichte des Gebietes.

Der BUND Salzgitter hat mit dem Steinbruch Umweltbildungsarbeit eröffnet und wird weitere wissenschaftliche Untersuchungen ermöglichen. In Kooperation mit der AWO Junioruniversität und dem BUND Salzgitter werden seit 2010 Führungen für Kinder in den Steinbruch angeboten.

Der BUND Salzgitter ist gleichzeitig Ansprechpartner für die Naturschutzbehörden und andere öffentliche Einrichtungen.

In 2006 erfolgte u.a. eine Spezialuntersuchung über die Spinnenfauna und die Käfer des Steinbruchs. Von den etwa 150 im Steinbruch festgestellten Arten sind 23 in der Roten Liste Niedersachsens und/oder Deutschlands verzeichnet. In 2009 und 2010 wurden in Rahmen einer Umsiedlungsaktion mehr als 200 Exemplare der gesetzlich streng geschützten blauflügligen Sandschrecke (Sphingonotus caerulans) erfolgreich in den Steinbruch Salder integriert und seit 2010 ist der Steinbruch wieder Brutgebiet des Uhus (Bubo bubo).

Der Steinbruch als bedeutsames Geotop und teilweiser Typus-Lokalität wird in das Gesamtkonzept des GeoParks Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen eingebunden.

Die zentrale Innenfläche des Steinbruchs weist einen lokaltypischen Magerkalkboden mit wärmeliebenden Pflanzen auf (u.a. den Gewöhnlichen Fransenenzian (Gentianopsis ciliata)). Um die schützenswerte Flora zu erhalten, werden diese Flächen von Bewuchs freigehalten. Diese Tätigkeiten wurden zuletzt von BUND Ehrenamtlichen in 2009 durchgeführt. Um die Sukzession dauerhaft zu unterbinden sind diese Maßnahmen regelmäßig zu wiederholen.

Das Betreten des Geländes ist untersagt. Eine Begehung ist ausschließlich mit der schriftlichen Genehmigung des BUND in Salzgitter erlaubt.