Bundesverband
..................................
Landesverband-Nds
..................................
BUNDladen
..................................
Stiftung
..................................
Mitgliederservice
karte Naturschutz zum Anfassen: in der Naturschutz-Datenbank des BUND

Jahresbericht 2010/2011

BUND Salzgitter
Jahresbericht 2010/11 (Kurzform)
Berichtszeitraum: 20.11.2010 – 18.11.2011
(25. JV der KG-Salzgitter)
Thomas Ohlendorf, Vorsitzender

Ich begrüße Euch und freue mich, dass wir heute auch Gäste Willkommen heißen können.

Wir haben heute fünf Hauptthemen:

1. Atomausstieg der Bundesregierung und Schacht Konrad

2. Klimaschutz 

3. BUND Projekt Altenhagen

4. Biodiversität - Tomatenpflanzenbörse 

5. 25 Jahre BUND Salzgitter

Bevor ich den Jahresbericht vortrage und auf die vorgenannten Themen näher eingehe, möchte ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im letzten Jahr und während der gesamten Wahlperiode, die heute zu ende geht, bedanken. 

Ebenso geht mein Dank an alle aktiven und passiven Unterstützer des BUND Salzgitter und unseres Projektes in Altenhagen und an alle Spenderinnen und Spender. Mit anderen Worten: vielen Dank an die vielen Freunde der Erde! 

Wir haben einen Gast, den Sprecher der "BI gegen 380 KV" aus Lahstedt - den ich hiermit ganz herzlich begrüße. Wir erhalten nun einen Überblick über den aktuellen Stand der geplanten Trasse Wahle-Mecklar und der Diskussion zur geforderten Erdverkabelung. 

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Jubiläen:

  • 50 Jahre BUND Niedersachsen
  • 25 Jahre BUND Salzgitter

Das Jahr 2011 hat mit Krisen bisher nicht gegeizt. Die Schuldenkrise in der Europäischen Union hält uns über die täglichen Nachrichten seit Monaten in Atem. 

Nicht nur Griechenland und Italien: ein ganzer Kontinent hat viel zu lange auf Kosten der künftigen Generationen über seine Verhältnisse gelebt. 

Auch in vielen anderen Bereichen leben wir über unsere Verhältnisse. Wir verschwenden Reichtümer der Natur und endliche Ressourcen, anstatt beides intelligent und nachhaltig zu nutzen. Alles nur wegen des schnellen Profits. 

Die Welt ist in diesem Jahr bei der Lösung zentraler Zukunftsfragen keinen Schritt weitergekommen, denn es fehlen wirksame Instrumente, um den globalen Raubbau an unseren Lebensgrundlagen und den Klimawandel zu stoppen oder mindestens wirksam zu bremsen. 

1. Atomausstieg der Bundesregierung
Hätte sich noch vor einem Jahr denn jemand vorstellen können, das eine schwarz/gelbe Bundesregierung aus der Atomkraft aussteigt? 

Nur halbherzig aussteigt, denn dieser Ausstieg ist nicht zu Ende gedacht und geplant. 

  1.  es ginge wesentlich schneller und effektiver, als beschlossen
  2.  die von der Regierung vorgegebenen Strukturen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind wieder auf die großen Energieversorger zugeschnitten. 

Nicht auf die Belange der Kommunen und der Bürger. Die Bürgerinnen und Bürger sollen die Lasten der Energiewende tragen und nicht die großen Energieversorger. Die finanziellen Lasten durch erhöhte Strompreise und die Lasten durch die zusätzliche Belastung von Menschen, Umwelt und Natur (siehe 380 KV) bleiben bei den Mitbürgern.

Eine Energiewende, weg von Atomkraft und hin zu regenerativen Energien bedeutet aber auch, dass die dezentralen Energieversorgungen ausgebaut werden müssen. Ich habe diese Forderung schon während unserer 25 Jahr Feier und vielfach davor gestellt. 

Kommunen sollten wieder selbst mit ihren Stadtwerken, sofern sie noch in kommunalem Besitz sind, ihre Bürger mit nachhaltig erzeugter und sauberer Energie versorgen können. 

Dazu sind die lokalen Potenziale der Wind- und Wasserkraft, die Sonnenenergie sowie die Versorgung durch kommunale und umweltverträgliche Biogasanlagen auszubauen. Aber auch Synergien mit anderen Energieerzeugern, wie z.B. Fernwärme, sind besser zu nutzen.

Und Energiesparpotenziale sind viel stärker als bisher auszuschöpfen und von den kommunalen Versorgern zu fördern. 

Eine zukunftssichere Energieversorgung kann nur dezentral organisiert sein.

Fazit: dezentral erzeugte Energie vermeidet den Bau von gigantischen Überlandleitungen! 

2. Klimaschutz
Klimaschutz ist zur Zeit aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch die Zerstörung der schützenden Schicht um unseren Planeten geht unvermindert weiter. Vor drei Wochen meldete das Umweltministerium der USA, dass noch nie ein so hoher Anstieg der CO2 Emissionen gemessen wurde, wie im vergangenen Jahr. 

Die weltweiten CO2 Emissionen sind global um 6% gestiegen. Hauptverursacher sollen die Kohlekraftwerke in China und Indien sein. 

Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass Klimaschutz im Kleinen beginnt. In den Haushalten und bei den Kommunen. Schon im März 1993 schrieben wir an den damaligen Oberstadtdirektor und den

Oberbürgermeister, dem internationalen Klimabündnis beizutreten. Vergeblich. Es wird höchste Zeit, das jetzt zu tun!

Im Februar 2007 – also vor fast 5 Jahren – haben wir einen Brief mit dem Titel "Die Stadt Salzgitter aktiv im Klimaschutz" an den Oberbürgermeister geschrieben. Darin haben wir unser 9-seitiges Positionspapier mit ausführlichen Handlungsfeldern übersandt. Es kam nie eine Reaktion. 

In der Folge sprachen wir dann mit dem Leiter des GEL über die kommunalen Handlungsfelder zum Klimaschutz und trafen auf interessierte und umsetzungswillige Akteure. Dort ist auch einiges geschehen.

Aber Klimaschutz erschöpft sich nicht nur in Energiesparmaßnahmen sondern geht weit darüber hinaus.

Dazu gehören z.B. auch die Stadtpalnung insgesamt, die kommunale Beschaffung, die Abfallwirtschaft, die Verkehrsplanung und -lenkung, der Regiebetrieb Grünpflege und weitere Bereiche.

Jetzt nach der Kommunalwahl sehen wir die Möglichkeit, mit geänderten Mehrheitsverhältnissen mehr für den Klimaschutz zu tun. Unser Forderungskatalog aus 2007 ist noch immer aktuell. Wir stellen ihn gern für Diskussionen in Politik und Verwaltung zur Verfügung.

Jeder kann sofort einen Beitrag zum Ausstieg aus der Atomstromwirtschaft und zum Klimaschutz leisten: einfach den Stromanbieter wechseln und Natur- oder Ökostrom beziehen. Geht ganz einfach und ist nicht teurer. 

3. Projekt Altenhagen
Ein großer Teil unserer Aktivitäten konzentrierte sich im Berichtsjahr auf das Projekt Altenhagen. Aber wir müssen bei allen positiven Entwicklungen in Altenhagen aufpassen, dass wir die anderen Probleme im Klima,- Umwelt und Naturschutz nicht aus den Augen verlieren.

Unser aller Projekt in Altenhagen bietet in beispielhafter Form die Kombination von Klimaschutz, ökologischer Altbausanierung, Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität und Umweltbildung vor dem Hintergrund der Einbeziehung der natürlichen Umgebung u.a. von Sekundärstandorten, die in der Region Südost-Niedersachsen einmalig sind, an.

Ich möchte auf zwei Bereiche in Altenhagen eingehen:

  1.  Baumaßnahmen
  2.  Garten/Streuobstwiese

Zum Bau gab es folgende Aktivitäten im abgelaufenen Jahr:

  • Neubau eines WCs
  • Sanierung des Holzschuppens zum Gewächshaus
  • Provisorische Herrichtung des Stalls für Aktivitäten
  • Bau einer Rampe zur Begehung der Scheune
  • Teilweise Erneuerung der Elektroinstallation
  • Beginn des Baues einer Kleinwindanlage
  • Anbau eines Schuppens zur Holzlagerung
  • Anlegen weiterer Beete im Nutzgarten
  • Reparatur des alten kleinen Glas-Gewächshauses 

An dieser Stelle möchte ich allen Spenderinnen und Spendern danken, die für das Projekt Altenhagen finanziell unterstützt haben. 

Wir haben im Berichtsjahr in Altenhagen viel gearbeitet und bereits eine ganze Menge geschafft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Dabei möchte ich mich heute ganz besonders für ihr Engagament, ihre Tatkraft, ihren Optimismus und die Zuverlässigkeit bei allen Akteuren bedanken. 

Im jetzt zu Ende gehenden Jahr sind viele in Altenhagen in einer ganzen Reihe von Einzelmaßnahmen aktiv geworden. z.B. bei:

  • Anlegen weiterer Beete für alte Nutzpflanzen
  • Pflanzen von Tomaten, Chilis und Wildkräutern
  • Auf- und Ausräumen des Stallgebäudes
  • Entkrauten des Teiches
  • Schnitt der Obstbäume
  • Weiterbau der Benjes-Hecke
  • Sanierung des ehemaligen Holzschuppens zum Gewächshaus
  • Abfuhr von Altholz und Resten des Daches
  • Rückschnitt von einigen großen Lärchen in Zusammenarbeit mit dem THW
  • Regelmäßiges Gießen der in Töpfen gezogenen Tomaten, Chilis und Paprikas

Mein Dank gehr auch an alle, die im Garten aktiv waren und im Sommer die Aufgaben des Gießens übernommen haben.

2011 war ein Obstjahr. Die Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume auf der Streuobstwiese waren voller Früchte und wir konnten auf eine reiche Ernte hoffen. 

Noch während der Feier zum 25. Jubiläum wurde ich darauf angesprochen, dass es sich doch lohnen würde, Apfelsaft aus eigener Ernte pressen zu lassen. Die zu erwartende Erntemenge ließ einige hundert Flaschen Apfelsaft erwarten.

Leider vergebens, denn als wir eine Woche vor dem geplanten Erntetermin auf der Obstwiese waren, stellten wir fest, dass der Baum mit dem Hauptertrag bereits abgeerntet war. 

So wurde es leider nichts mit eigenem Apfelsaft. Aber es konnten noch einige Äpfel, Pflaumen und Birnen geerntet werden.

Wir planen für das nächste Jahr, erneut eigenen Apfelsaft herzustellen, der dann auch auf dem Herbstmarkt angeboten werden soll, wie auch das Gemüse (Tomaten, Chili), das nicht für die Saatherstellung benötigt wird. 

4. Erhalt der Biodiversität
Am 30. April führten wir unsere 7. Tomatenpflanzenbörse auf unserem Gelände in Altenhagen durch. Es war unsere bisher erfolgreichste Aktion zum Erhalt der Biodiversität. 

Erfolgreich durch nochmals erhöhte Besucherzahlen und nochmals gesteigerten Spendenerlös. Es wurden erneut 25 verschiedene Tomatenpflanzen angeboten. Das Angebot an Chili- und Paprikapflanzen wurde stark ausgebaut. Auch die übrigen Gartenkulturpflanzen und Kräuter, sowie Stauden und Teichpflanzen erfreuten sich zunehmendem Interesse.

Seit beginn dieser Aktion zur Erhaltung alter Nutzpflanzen konnte der BUND Salzgitter so über 130 verschiedene, alte Tomatensorten und über 7.000 Pflanzen weitergeben und somit zum Erhalt der alten Kultursorten beitragen.  

Das gilt auch für die übrigen Arten. 

Besonders erfreulich war die Tatsache, dass so viele Besucher zu uns gekommen waren und dass wir 31 Aktive dabei hatten. 

In diesem Jahr hatten wir wieder eine Aktion für Kinder im Angebot. Es wurde eine Sitzgruppe aus Weidenmaterial gebaut. 

Es wurden auch in diesem Jahr für die Aktion circa 500 Stunden ehrenamtlich und freiwillig geleistet.

Mein Dank gilt den vielen fleißigen Helfern und Aktiven, die den Erfolg erst möglich gemacht haben. 

Ende Oktober feierten die Aktiven der Tomatenpflanzenbörse mit Ihren Partnern das Tomatenfest. Ich glaube, es war ein gelungener Abschluss der Tomatensaison.

5. 25 Jahre BUND Salzgitter
Es gibt eine Chronik über 25 Jahre BUND in Salzgitter.

Wir hatten eine Ausstellung zum Jubiläum erstellt, die im Stall bis vor wenigen Tagen zu sehen war. Vielen Dank für die Konzeption und Erstellung der Ausstellung. 

Wir haben uns vor 25 Jahren als Gegner der Atomenergie auch wegen Schacht Konrad gegründet. Das das Endlager bisher nicht in Betrieb gegangen ist, kann als Erfolg der gesamten Widerstandsbewegung bezeichnet werden. In der vorigen Woche hat der Umweltminister Röttgen vom Neustart für die Suche nach einem Endlager und einer "weißen Landkarte" beim Neuanfang gesprochen. 

Zwei Dinge hat er nicht getan oder bewusst vergessen: 

die Arbeiten in Gorleben während der Suche einstellen lassen 

und Schacht Konrad mit auf die weiße Landkarte setzen zu lassen

Wir bleiben dabei: Schacht Konrad ist als Atommüll Endlager ungeeignet. Die Langzeitsicherheit konnte nicht schlüssig nachgewiesen werden. Bereits heute dringt täglich mit ca. 14.000 Liter mehr Wasser in den Schacht ein als in die Asse. Und Schacht Konrad gilt als trocken. 

Gäbe es den gesamten Widerstand aller Gruppen und Initiativen nicht, hätten wir bereits heute Atommüll in Salzgitter. 

Und der Widerstand gegen die Einlagerung ist noch nicht zu Ende! 

Mit der Erkenntnis von heute würde wohl kaum ein Politiker auf die Idee kommen, Schacht Konrad als ein sicheres Endlager für Atommüll vorzuschlagen.

Bereits zu unserer Gründung 1986 lagen ähnliche Forderungen des BUND zur Energiewende auf dem Tisch. Es gab zwar noch nicht die Substitution durch die erneuerbaren Energien, aber sehr realistische Szenarien, wie die damalige Bundesrepublik ohne Atomstrom durch Gaskraftwerke versorgt und Energie durch Effizienzsteigerungen eingespart werden könnte. 

Viel von dem, was heute aktuell diskutiert wird, hat der BUND damals bereits gefordert. 

Wir wurden seinerzeit mit unseren Vorstellungen belächelt und oft als "grüne Utopisten und Spinner" abgetan. 

Die Umweltbewegung hat eine Menge erreicht und vieles davon ist in unser tägliches Handeln übergegangen, ohne dass es noch besonders wahrgenommen wird. 

Aber Wichtiges konnte noch immer nicht durchgesetzt werden? Dazu einige Beispiele:

  • ein ausreichender Schutz des Klimas
  • der Schutz der Ökosysteme mit ihrer Artenvielfalt
  • eine Tempobeschränkung auf Autobahnen 
  • eine konsequente Abfallvermeidung: dafür bekamen wir den „Gelben Punkt“, der Ressourcen verschwendet
  • das Verbot von Einwegverpackungen
  • Minimierung der Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen

Bereits vor ca. 15 Jahren haben wir gefordert, dem internationalen Klimabündnis beizutreten und Teile des kommunalen Handelns daran auszurichten. Alle Anträge und Initiativen, die vorbereitet wurden, sind bisher im Rat abgelehnt worden.

Für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz gibt es aus unserer Sicht in der Verwaltung und Politik andere Prioritäten.

Umwelt-, Klima und Naturschutz sind aber Teil der kommunalen Daseinsvorsorge und gehören zu einer lebens- und liebenswerten und zukunftsfähigen Stadt, die gegen den demografischen Wandel ankämpft. 

Salzgitter hat sich aufgemacht, eine der kinderfreundlichsten Städte Deutschlands zu werden. Diese Entwicklung sollte es auch im Klima, Umwelt und Naturschutz geben.  

Es gibt nach der Kommunalwahl eine Chance, die Verbände stärker zu fördern und der Arbeit für Umwelt, Klima und Natur eine größere Wertschätzung einzuräumen. Wir sind gespannt auf die nächsten Wochen.

Was haben wir sonst noch im letzten Berichtsjahr gemacht?

Wir haben uns engagiert 

  • durch Information und praktische Umsetzung, torffreie Blumenerden einzusetzen und somit weniger CO2 freizusetzen – denn Hochmoorschutz ist Klimaschutz
  • wir führen unsere Korksammlung fort
  • wir arbeiten mit im Energiekompetenzzentrum an der Fachhochschule 
  • wir arbeiten mit in Arbeitskreisen im Zweckverband Großraum Braunschweig 
  • wir haben Anträge im Umweltausschuss der Stadt eingebracht
  • Wolfgang, Fritz, Ingrid und ich wir haben an der Feier zum 50. Geburtstag des BUND Landesverbandes Niedersachsen teilgenommen
  • Der Ortsrat Nord hat uns einen Zuschuss in Höhe von 700 Euro für die Beschaffung von Werkzeugen zur Pflege des Steinbruchs Salder bewilligt
  • wir haben am Erörterungstermin für die Hähnchenmastanlage in Burgdorf/Berel teilgenommen 
  • wir engagieren uns gegen die geplante 380 KV Höchstspannungsleitung
  • wir arbeiten mit im AK gegen Massentierhaltung Burgdorf 

dazu noch einige Anmerkungen:

Im vorigen Jahr habe ich ausführlich über die geplanten Hähnchenmastanlagen in Berel/Lesse und Üfingen/Alvesse informiert. Beide Anlagen sind inzwischen genehmigt und im Bau.

Nach dem Erörterungstermin für die Anlage in Berel hat der BUND Salzgitter in Abstimmung mit dem AK gegen Massentierhaltung Widerspruch gegen den Genehmigungsbescheid eingelegt. Wir warten nun auf die Reaktion und Antwort des Landkreises Wolfenbüttel. Eine Klage des Landesverbandes gegen den Bescheid wird dann geprüft.

Das das Thema Massentierhaltung die Menschen berührt, lässt sich aus der Berichterstattung der letzten Wochen und Tage, dem

Leserforum und den Diskussionen in der Braunschweiger Zeitung erkennen. 

Unsere Position ist nach wie vor unverändert: der BUND setzt sich seit Jahren für eine andere Landwirtschaft unter dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ ein. Das beinhaltet einen verbesserten Tierschutz und vor allem eine Subventionierung von Bauernhöfen und nicht von Agrarkonzernen und der Lebensmittelindustrie. 

  • wir unterstützen die BI Üfingen gegen den Maststall
  • wir unterstützen die BI „Grün statt Beton“ gegen den Bau eines Wellness-Hotels in Salzgitter-Lebenstedt
  • wir arbeiten im Bündnis für eine „Gentechnikfreie Region Braunschweiger Land“ durch Heidrun Bethge
  • die Kooperieren mit dem Oskar-Kämmer-Sozialwerk mit der Gestellung von sog. 1-Euro-Kräften lief aus
  • wir haben seit August einen Mitarbeiter im Rahmen der Bürgerarbeit. 
  • wir arbeiten mit im „Bündnis gegen Schacht Konrad“ 
  • wir haben an der Mahnwache wegen Fukushima am Schacht Konrad teilgenommen 
  • wir haben uns beteiligt an der Aktion „eine Region macht sich auf den Weg“ gegen Schacht Konrad 
  • wir engagieren uns im Bereich Umweltbildung mit der AWO-Junior-Universität und verschiedenen Schulen
  • mit dem städtischen Museum zum Tag des Geotops
  • wir arbeiten zusammen mit dem Freiwilligen Zentrum Salzgitter
  • wir organisieren die Alt-Handy-Sammlung der DUH durch Oskar Kämmer Schule
  • wir organisieren die Haus- und Straßensammlung der DUH teilweise zusammen mit dem Nabu
  • im Berichtszeitraum traf sich der Vorstand zu 8 Sitzungen
  • die Kassenprüfung für das Geschäftsjahr 2010 fand im Februar 2011 statt. Unser Jahresabschluss wurde auch von der Stadt Salzgitter wegen der überlassenen Zuwendung und von unserem Landesverband geprüft; es haben sich keine Beanstandungen ergeben.
  • in diesem Jahr haben wieder zwei Delegierte an der Jahresvertreter-versammlung des BUND-Landesverbandes im Mai in Hannover teilgenommen
  • als hinzu gewählter Vertreter unseres Verbandes nahmen meine Vertreterin und ich im Berichtszeitraum an 8Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Stadtplanung und Bau teil. 
  • Wir haben seit 20 Jahren ein beratendes Mandat im Umweltausschuss
  • es gab Bürodienst mit Beratung in Umwelt- und Naturschutzfragen 
  • Arbeitsbesprechungen fanden regelmäßig und nach Bedarf in unserer Geschäftsstelle statt
  • Gesprächs- und Ortstermine zum Umwelt- und Naturschutz wurden von den Mitgliedern des Vorstandes wahrgenommen
  • unser "Winterabend" zum Abschluss des Jahres fand wie immer am letzten Montag im November in unserer Geschäftsstelle statt. 

Mitgliederentwicklung

Wir hatten einen Zuwachs von 11 Mitgliedern im Berichtsjahr.

 

 

Dieses Jahr war – wie könnte es anders sein - wieder abwechslungsreich und arbeitsreich.  

Mein Dank gilt allen, die den BUND durch Rat, Tat und Spenden unterstützt haben. Dank auch für die Kaffee- und Kuchenspenden zum heutigen Tag! 

Wie zu allen Jahresversammlungen appelliere ich an Sie/Euch alle, über die Vielseitigkeit des BUND – wie sie in dem Jahresbericht deutlich wird - nach außen zu berichten.  

Denn diese Vielseitigkeit sollte Anlass sein, dafür zu werben, dass es Spaß macht, beim BUND aktiv zu sein, sich für Umwelt, Natur- und Klimaschutz zu einzusetzen. 

Ein starker Verband hat die Möglichkeit, etwas zu bewegen und zu verändern. Helfen Sie mit, den BUND noch stärker zu machen und werden Sie Mitglied oder weben für den BUND. Mitgliedskarten liegen dafür bereit. Wir freuen uns auf Sie.